1. Die eigenen Stärken und Schwächen kennen

Sich über sich selbst Gedanken machen, die eigenen Talente und Fähigkeiten reflektieren, das ist einer der ersten Schritte auf dem Weg zum Traumjob. Niemand kennt dich besser als du selbst, darum solltest du dir einige Fragen stellen um herauszufinden, welche Jobs für dich eine Option wären – und welche überhaupt nicht. Was waren meine Lieblingsfächer in der Schule? Was mochte ich überhaupt nicht? Was mache ich am liebsten in meiner Freizeit, welche Hobbys habe ich? Würde ich gerne mit viel Kundenkontakt arbeiten oder kann ich mir einen Bürojob besser vorstellen? Das sind nur einige der Fragen, die helfen, um sich selbst einzuschätzen. Was auch sehr hilfreich sein kann, ist ein Gespräch mit den Menschen, die dich am besten kennen. Ob nun die Eltern, Freunde oder vielleicht sogar Lehrer – es ist gut, eine objektive Meinung einzuholen. Denn es ist typisch, sich selbst zu über- oder unterschätzen, viele Menschen gehen mit sich selbst viel zu hart ins Gericht, deshalb kann ein Gespräch mit den engsten Bezugspersonen einen weiterbringen.

Auch das Gespräch mit einem Berufsberater kann die eigenen Stärken und Schwächen verknüpfen mit einem Job, an den du vorher vielleicht noch gar nicht gedacht hast. Berufsberater gibt es in fast jeder Stadt – am besten informierst du dich im Internet darüber.

2. Die Wünsche ans Unternehmen und den Beruf kennen

Der Arbeitsplatz ist der Ort, an dem du einen Großteil deiner Zeit verbringen wirst. Darum ist es wichtig, sich im Klaren darüber zu sein, was für individuelle Erwartungen du an deinen zukünftigen Arbeitgeber hast. Es gibt selbst in einer Branche große Unterschiede, denn meistens hängen diese Erwartungen nicht mit dem Beruf selbst, sondern vielmehr mit dem Arbeitgeber und den Kollegen zusammen. Das Vorstellungsgespräch kann ein guter Ort sein, um sich subtil über das Verhältnis der Kollegen untereinander und auch über die Hierarchien im Unternehmen zu informieren, auch wenn du absolute Sicherheit erst nach den ersten Monaten im neuen Job haben wirst.

Bevor es soweit ist, kann es helfen, sich alle Erwartungen und Wünsche, die man an das Unternehmen hat, aufzuschreiben und sich vor Augen zu führen. Was ist dir besonders wichtig? Sind es die Aufstiegschancen, das Einkommen, die Sicherheit des Arbeitsplatzes? Oder sind es eher zwischenmenschliche Sachen wie Teamwork zwischen den Kollegen?

Bestimmt gibt es auch einige Sachen, die du dir gar nicht vorstellen kannst. Du kannst kein Blut sehen? Dann ist ein Job im Krankenhaus wahrscheinlich nicht das richtige für dich. Wer gerne und viel draußen in der Natur ist und schon während der Schulzeit die Computerkurse verabscheute, für den ist der Beruf des Bürokaufmanns vielleicht auch keine Option.

Sicher ist es nicht möglich, jeden einzelnen Wunsch zu verwirklichen, darüber solltest du dir bewusst sein. Trotzdem ist es wichtig, zumindest die wichtigsten Interessen im Job vertreten zu sehen, denn wer zufrieden zum Arbeitsplatz geht, leistet auch gleich viel bessere Arbeit.

3. Über den Tellerrand blicken

Es gibt mehr als nur die klassischen Ausbildungsberufe und Studiengänge – Lehrer, Arzt, Anwalt, da hört es noch lange nicht auf. Hier ist sicherlich auch das Internet dein bester Freund, schau doch mal hier nach, da findest du die verschiedensten Ausbildungsberufe und was dort von dir gefordert wird.

Außerdem gibt es viele verschiedene Bücher, die einen Überblick über viele Ausbildungsberufe und Studiengänge bietet, oft auch mit zusätzlichen Infos wie den Studienorten und hochschulabhängigen NC's. Natürlich kommt auch hier wieder der Berufsberater ins Spiel, im persönlichen Gespräch ist es oft leichter, einen passenden Beruf herauszufinden und sich alle Optionen offen zu halten.

4. Frühzeitig informieren und bewerben!

Je früher, desto besser ist hier das Motto. Schon während der Schulzeit solltest du dich selbst beobachten: Welche Fächer liegen dir besonders gut? Was macht dir am meisten Spaß?

Praktika können helfen, sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu entscheiden, auch wenn du während der Schulzeit wahrscheinlich nur einen kurzen Einblick in die Firma deiner Wahl werfen kannst und so nur einen ersten Eindruck bekommst. Auch Berufs- und Studienmessen helfen auf der Suche nach dem richtigen Beruf. Hier werden gezielt Schulabsolventen angesprochen und so gut wie jede Option ist hier vertreten, egal ob Studium, Ausbildung oder auch alles, was dazwischenliegt.

Außerdem besonders wichtig? Alle Ausbildungsstellen und Studiengänge haben Bewerbungsfristen, die es einzuhalten gilt – wer sich da nicht rechtzeitig informiert, muss bis zum nächsten Bewerbungsverfahren warten. Beim Studium läuft das Bewerbungsverfahren meistens bis einige Monate vor Studienbeginn, bei manchen Ausbildungsbetrieben musst du dich schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn bewerben.